Archiv für Oktober 18th, 2009

Zhenjiang (Jiangsu): Angeln für Anfänger

Um 9 Uhr wollte uns Shangxing zum Frühstück abholen, also hieß es frühzeitig aufstehen und packen. Nach einer Nudelsuppe (aus frischen Nudeln, ebenfalls eine regionale Spezialität) stießen auch die Eltern von Shangxing dazu und gemeinsam ging es an einen künstlich angelegten See in der Nähe, der den Einheimischen als Fischrevier dient. Die Fischdichte gleicht dabei eher einem Aquarium, so dass man auch als Anfänger schnell Erfolge erzielt. Mit Shangxing vier, Chen Nee drei und mir immerhin einem Fisch (etwas wählerisch waren die Dinger wohl doch, an welchem Haken sie sich aus dem Wasser ziehen ließen) hatten wir nach rund zwei Stunden genug Ausbeute, um zum zweiten Teil überzugehen: dem Verspeisen unseres Fangs. Nach unseren Wünschen wurden die Fische zubereitet und zusammen mit Gans (ebenfalls von der „Farm“) und den üblichen Beilagen aufgetischt.

Danach war erstmal Siesta angesagt. Shangxings Mutter hatte sogar extra für uns das frühere Kinderzimmer hergerichtet und nach und nach gingen alle zum Mittagsschlaf über. Frisch ausgeruht ging’s danach quer durch die Nachbarschaft auf der Suche nach einem Pyjama für Chen Nee, während der Vater die Besorgungen für’s Abendessen erledigte. Als wir dann wieder das Haus der Mutter erreicht hatten, war er – seines Zeichens früher Koch – bereits in seinem Element und briet gerade einige „Löwenköpfe“ (sein Spezialgericht, eine Art Fleischbällchen) in heißem Fett aus.

Als auch dieses Mahl verputzt war – so langsam konnte ich nicht mehr, ich sehnte mich fast nach einer Pause vom Essen – war es auch schon Zeit zum Aufbruch. Shangxings Vater fuhr seine Tochter erst in ihr Studentenwohnheim in Yangzhou (auf der gegenüber liegenden Seite des Yangtze) und setzte uns auf dem Rückweg am Bahnhof ab – um 0:22 Uhr sollte unser Nachtzug nach Huang Shan gehen.

Fotos des Tages:

Erstellt am Sonntag 18. Oktober 2009
Unter: Allgemein | Keine Kommentare »

Admin | Reiseblog anlegen | Plane Deine eigene Weltreise