Beijing: Shopping und Essen – The Singaporean Way of Life
Der Nachtzug war tatsächlich ein Hotelzimmer auf Rädern, so dass wir erst um 7 Uhr von der dezent einsetzenden Musik wach wurden. Eine Dreiviertelstunde später kamen wir auch schon planmäßig in Beijing an und nahmen uns gleich ein Taxi zum Xiao Yuan Hotel – relativ neu und in einem Innenhof des Li Shi Hutongs gelegen. Dort stießen wir wieder mit Joyce und Yvonne zusammen. Die beiden hatten schon ein Zimmer für uns organisiert, das wir direkt beziehen konnten.
Nachdem wir uns geduscht und umgezogen hatten, machten wir uns erst einmal in Sachen Shopping auf, wobei die Wufujian Road und das an deren Ende gelegene Oriential Plaza mit all seinen Designer- und Schmuckboutiquen nicht wirklich das war, was wir suchten. Anschließend wollten wir uns dann zu viert die ehemalige Bunkeranlage Beijings („Underground City“) anschauen, die allerdings wegen Renovierung geschlossen war. Wir nutzten die Gelegenheit jedoch, das ausstehende Shopping im nahe gelegenen Supermarkt nachzuholen, wo ich endlich eine schöne „Teeflasche“ fand (140 RMB) – ein Utensil, das beinahe jeder Chinese auf Reisen und bei der Arbeit dabei hat und gerade bei Flugreisen eine praktische Angelegenheit ist. Dann noch einige DVDs gekauft (15 RMB/St.), die zumindest von außen wie Original aussahen, und während sich die Mädels in der riesigen Wufujian Book City austobten, fuhr ich zum Relaxen ins Hotel zurück und probierte dort gleich stolz meine Teeflasche aus. Anschließend gingen wir zum kulinarischen Teil über und nahmen ein Taxi zum „???“.
Für unser letztes gemeinsames Abendessen hatte ich mir nämlich eine besondere Art „Hotpot“ gewünscht, bei dem die Suppe (bzw. anfangs das Wasser) in einem speziellen, von glühenden Kohlestücken beheizten Messingtopf am Köcheln gehalten wird. In diesen Sud werden dann die nach Gusto bestellten Zutaten entweder hineingeworfen oder – insbesondere das in hauchdünne Scheiben geschnittene Lammfleisch – nur kurz hindurch gezogen (daher rührt auch der chinesische Name für dieses Gericht: „zhua yang rou“. Anschließend wird das Ganze noch in diverse Dips getunkt (von Erdnuss bis Knobi) – sehr lecker und macht in der richtigen Runde einen Riesenspaß.
Danach hatte Joyce sich ein kleines Programm überlegt – Singapore Style natürlich. Erst sind wir ins Raffles Beijing Hotel gefahren, um in der „Writer’s Bar“ bei einem Singapore Sling (ich entschied mich für den Beijing Sling) heimatliche Gefühle aufkommen zu lassen, um anschließend die Nacht beim Fleischspieß mitten in unserem Hutong ausklingen zu lassen. Wie ein Stein fielen wir gegen 1 Uhr ins Bett, hieß es am nächsten Tag – welch Überraschung – früh aufstehen.
Fotos des Tages:
- Unser Zimmer im “Xiao Yuan” Hotel, Beijing
- Probesitzen auf einer Eisenskulptur in der Wangfujing
- Auch der Bao Zi Laden hat eine passende Skulptur
- Hutong-Impressionen
- Hotpot der besonderen (monglischen) Art
- Die Hitze hält sich über Stunden
- Raffles Beijing: Wo sonst kann man bei einem Singapore Sling den Abend ausklingen lassen?
- Gegenüber vom Hotel gab’s das ”Betthupferl“ ..
- … Spieße! 🙂
Erstellt am Sonntag 25. Oktober 2009
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